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VF Bodensee 2018

Nach dem letzten Mal nun das allerletzte Ostern am Bodensee

Überlingen bereitet sich auf die Bundesgartenschau 2020 vor und so war es zum ersten Mal in der Geschichte unserer Osterurlaube am Bodensee karfreitags nicht möglich, am Seezeichen 24 unsere ersten Tauchgänge zu unternehmen. Man konnte nicht einmal an dieser Stelle bis zum Ufer vordringen. Erst während unserer samstäglichen Fahrt mit Matze Eisenmanns „Hörnle“ (danke, dass Du uns wieder mitgenommen hast, Matze!) zum „Berg unter Wasser“ (wo Du ganz fantastisch mit Landpeilung und GPS geankert hast!) sahen wir dann das Ausmaß der Zerstörung. Das Seeufer wurde dort förmlich abgerissen, der alte Baumbestand gefällt und alles fortgeräumt, um eine zukünftige Parkpromenade zu schaffen. Irgendwie traurig, aber das konnte uns dennoch nicht bremsen.

Unser erster Tauchgang führte uns dann zum Tennisplatz, wo das Ufer unter Wasser in Stufen abfällt und danach kehrten wir zu unserem alljährlichen Domizil, dem „Haus Greth“ in Bodman zurück, um an den Wracks vor der Haustür zu tauchen. Wunderbare Tauchgänge mit Süßwassergarnelen und sogar einem großen Hecht, aber ein paar Themen müssen hier dennoch aufgeführt werden, die damit zu tun haben, wie Tauchausrüstung und deren Anwender nicht immer gut miteinander arbeiten:

Das Thema Trockihandschuhe etwa, die undicht sein können oder sich gar unter Wasser ganz vom Anzug lösen, was das Trockentauchen nicht gerade gemütlich macht.

So mancher hatte zudem erst gar keinen Anzug dabei und es dafür in den wenigen Sonnenminuten umso gemütlicher, nur eben über Wasser.

Atemregler, die auf 35m Tiefe entscheiden, nun keine Luft mehr geben zu wollen, sondern stattdessen nur noch Wasser. Hier konnte jedoch der Übeltäter in Form einer winzigen Dreikantmuschel schnell aus der Membran gepult werden.

Kaltes Wasser, das bei einer falschen Bewegung durch die Halsmanschette eindrang und damit beim langwierigen Austauchen für noch mehr Unmut sorgte, als die Langeweile im allgegenwärtigen Grün des Wassers.

Und schließlich das Thema Zahlendreher im Kompaß, das damit zu tun hatte, dass die Anwenderin durch Alterskurzsichtigkeit der Meinung war, eine Sieben sei eine Eins.

Das Thema Alter und Gesundheit führte während unseres Tauchens auch anderen Ortes durchs Programm und ich danke allen tausendmal, die das Motto ausriefen, Tauchen sei ein Teamsport.

In diesem Sinne wandten wir dann auch neu Gelerntes an und überprüften unseren Blutdruck vor und nach dem Tauchen, um einmal am eigenen Körper zu erleben, was die Gefahren jedes noch so ruhigen Tauchganges sein können. Zum Glück mussten wir uns eher darum sorgen, eine unserer Mittaucherinnen aus dem Niedrigdruck zu befreien, als das wir alarmierende Hochdruck Ergebnisse erhielten.

Und noch einiges mehr lief während unseres  diesjährigen, allerletzten Osterns am Bodensee ganz wunderbar:

Das Tauchen an der Lädine ist noch immer beeindruckend und auch am Parkhaus Post lässt es sich, wie gehabt, ganz toll nach links tauchen.

Dieses Jahr haben es die Männer zudem geschafft, am richtigen Tag ein frühmorgendliches Bad im See zu nehmen.

Mit Dünnele, italienischem Schmausen, Rubinette, Whiskey und dem traditionellen Eierlikör ließen wir die Tage ausklingen und so hat das verlängerte Wochenende uns allen sehr viel Spaß gemacht. An der Kommunikation unter Wasser können wir noch einiges verbessern, aber über Wasser stimmt’s einfach. Und so kann ich nur abschließend sagen, sollte es das „Haus Greth“ auch 2019 noch geben, so hätten wir alle nichts dagegen, uns ins Auto zu schwingen, um ein aller allerletztes Ostern dort zu verbringen.

... und hier geht es zu den Bildern.

Kerstin.


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