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VF Pretzien

Tauchen im Steinbruch

Diese Vereinsfahrt führte uns in den Salzlandkreis im Bundesland Sachsen-Anhalt. In den Steinbrüchen dieser Gegend wurde seit Jahrhunderten Quarzitgestein abgebaut. Der Quarzit wurde vor allem zum Bau der rechtselbischen Kirchen verwendet. Die Steinbrüche wurden in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts stillgelegt.

Wir besuchten die Tauchbasis Wassermann an den Pretziener Steinbrüchen. Während unseres Aufenthaltes wurden wir freundlich und hilfsbereit durch die Crew der Tauchbasis betreut. Übernachtet wurde im Bungalow, Zelt oder im Wohnwagen.

Die drei Seen Steinbruchsee, Tiefer See und Steinbruchkannte.jpgBlauer See sind im Laufe von Jahren mit steigendem Wasserspiegel zu einem großen See verschmolzen. Umrundet man eine Halbinsel, können alle drei Seen in einem Tauchgang durchquert werden. Im Steinbruch befinden sich kleine Übungsplattformen in 6 und 9 m Tiefe sowie zurückgelassene Industrieartefakte aus dem Quarzitabbau, dazu gehören Kipploren, Rohrleitungen und Treppen.

 

Schleimalgen.jpgIn zahlreichen Tauchgängen erkundeten wir die Unterwasserwelt. Sehr beeindruckend waren die Bäume mit den herabhängenden Schleimalgen. Dort hatte man das Gefühl, in einem Märchenwald zu sein. Einige nutzten die Tauchgänge auch zum Üben und für die Ausbildung. Maik veranstaltete einen SK Nachttauchen und nahm Prüfungstauchgänge für Gold und Silberanwärter/innen ab. Manches gelang, manches wollte einfach auch nach mehrmaligem Üben einfach nicht klappen.

Dann stand auch noch der „Eier-Test“ auf dem Programm. Martin hatte Eier von seinen Hühnern mitgebracht, die wir auch zum Frühstück kosten konnten. Doch zwei Eier waren für ein Unterwasserexperiment reserviert. So machten sich Kerstin, Birgit und Martin mit Eiern und Kamera auf den Weg zur Mitte des Blauen Sees, der dort bis ca. 40 m Tiefe runter geht. Der Plan war, auf ca. 40 m ein Ei zu öffnen und zu sehen, wie die Konsistenz und Form ist und das gleiche mit dem zweiten Ei nochmal auf 15 m zu wiederholen. Die Sicht war schlecht und ziemlich schnell wurde es dunkel. Bei ca. 25 m war Martin mit einem Ei verschwunden…. Beim Auftauchen war er bei ca. 15 m auf einmal wieder da und so gab Kerstin ihm das zweite Ei zum Öffnen. Eiweiß und Dotter blieben zusammen und hielten ihre Form.

Abends wurde gegrillt und wir wurden von Gabis leckeren Salaten und Dips verwöhnt. Dort saßen wir dann noch lange beisammen, quatschten über das Erlebte und planten den nächsten Tag.

Eine kleine Gruppe nutzte die Gelegenheit und fuhr für einen Tag nach Löbejün. Der Ausflug hat sich gelohnt! Vor allem Kessel 1 überzeugte bei strahlendem Sonnenschein mit überragenden Sichtweiten. Wir konnten die Weiten der Abbruchkanten bestaunen und die Hinterlassenschaften des Steinbruches betauchen. Hecht, Stör, Rotfedern, Fluß- und Sonnenbarsche kreuzten unseren Weg durch die faszinierende Unterwasserwelt. Desweiteren konnten wir Dreikantmuscheln, Fischlaich und Flußkrebse entdecken.

Regen.jpgPassend zum letzten Tauchgang in Kessel 3 fing es an zu regnen. Davon ließen wir uns nicht abhalten und drehten eine Runde durch den See. Es war dunkler als zuvor und man hörte den Regen unter Wasser prasseln.  

 

Wir hatten eine schöne Zeit in Pretzien. Vielen Dank an Frank für die Organisation und an das Team der Tauchbasis, die sich so gut um uns gekümmert haben.

Fotos findet Ihr in der Bildergallerie.

Frank S. & Birgit


Tauch- und Schwimmverein Frankfurt-Bornheim e.V.
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